Hartholz ist durch einen großen Anteil an Fasern und seine enge Gefäßstruktur in der Beschaffenheit festes und schweres Holz. Der Begriff war ursprünglich zolltechnischer Natur und wurde für Hölzer mit einer Darrdichte über 0,55 g/cm³ (beispielsweise Buche, Eiche, Esche) verwendet. Holz mit geringerer Dichte wird als Weichholz bezeichnet.
Harz
Harz ist ein Holzinhaltsstoff, der zusammen mit anderen Holzinhaltsstoffen (Farbstoffe, Öle, Gerbstoffe) Geruch, Farbe und Widerstandsfähigkeit im Sinne des Holzschutzes bildet. Harz wird in den Harzkanälen (röhrenartige Hohlräume, meist in Faserrichtung verlaufend, bei Laubhölzern auch quer zur Faser in Ringen angeordnet) gebildet, teilweise in Form von Harzansammlungen, z.B. Taschen, Adern und Narben.
Hobel
Der Hobel dient zum Glätten von Holz. Der Grundkörper besteht aus Holz, der eine Messerklinke aufnimmt. Dieses Werkzeug gibt es in verschiedensten Ausführung für die unterschiedlichsten Arbeiten. Man unterscheidet folgende Hobel: Grundhobel, Nuthobel, Profilhobel, Putzhobel, Schlichthobel, Wangenhobel, Zahnhobel, Hirnholzhobel, Doppelhobel, Raubank, Simshobel, Schrupphobel, Grathobel, Schiffhobel, Schabhobel und Reformputzhobel.
Holzalterung
Holz wird mit dem Alter immer schöner - wie eine kostbare Antiquität. Eine wichtige Rolle hierbei spielen die im Holz enthaltenen Gerbsäuren, die im Laufe der Zeit zu einer natürlichen Verfärbung führen.
Die von Schotten & Hansen entwickelte natürliche Spezialalterung nimmt die Alterung des Holzes vorweg, indem durch Veränderung des pH-Wertes die holzeigenen Gerbstoffe aktiviert werden. Durch die Spezialalterung bleibt der Farbton, den sich Kunden für Ihren Boden gewünscht haben, weitgehend erhalten.
Holzdichte
Allgemein ist die Dichte eine physikalische Eigenschaft, die über das Verhältnis der Masse (m) eines Körpers zu seinem Volumen (V) definiert wird.
Die Dichte der reinen Zellwand-Substanz beträgt für alle Holzarten etwa 1,5 g/cm³. Die Dicke der Zellwand und die Größe des Porenraumes sind dagegen unterschiedlich - innerhalb einer Holzart und von Holzart zu Holzart. Das Verhältnis von Zellwand und Porenraum bestimmt die Rohdichte, ein Merkmal, das wesentlichen Einfluss auf die Tragfähigkeit des Holzes hat.
Die Rohdichte des Holzes p ist nach DIN 1306 der Quotient aus der Masse m und dem Volumen V des makroskopischen Holzes einschließlich des Porenraumes (DIN 52182). Da die Rohdichte vom Holzfeuchtigkeits-Gehalt u abhängt, ist dieser mit anzugeben.
Die Holzfeuchte gibt an, wie viel Wasser im Holz vorhanden ist. Errechnet wird die Holzfeuchte aus dem Unterschied zwischen Nass- und Darrgewicht (Darrgewicht = Trockengewicht, siehe auch Darrprobe). Bei frisch geschlagenem Holz beträgt die Feuchtigkeit zwischen 40 % und 60 %. Für die weitere Verwendung muss das Holz einer natürlichen oder technischen Trocknung unterzogen werden. Der zu erreichende Trocknungsgrad unterscheidet sich je nach Verwendungszweck des Holzes. Da Holz mit einer bestimmten Holzfeuchte verarbeitet werden muss, ist deren vorherige, genaue Bestimmung unabdingbar (siehe Holzfeuchtemessung).
Holzfeuchtemessung
Am exaktesten lässt sich die Holzfeuchte mit der Darrprobe ermitteln. Praktischer, schneller und weniger intrusiv erfolgt jedoch die Bestimmung der Holzfeuchte mit Messgeräten. Das am häufigsten angewendete Verfahren ist die Messung des elektrischen Widerstands im Holz mittels Elektroden. Das Prinzip: Je mehr Wasser sich im Holz befindet, desto geringer ist der Widerstand und desto mehr Strom kann in dem betreffenden Holz fließen.
Bei den sogenannten Kontaktmessgeräten hingegen, die nur auf die zu messende Holzoberfläche aufgelegt werden, wird die Dielektrizitätskonstante eines völlig trockenen Holzes mit der des feuchten Holzes verglichen (trockenes Holz weist eine niedrige Dielektrizitätskonstante auf, nasses Holz eine hohe Konstante).
Wenn auch die Messung mit Geräten im Vergleich zur Darrprobe weniger zeitintensiv ist und eine nur geringe oder keine Zerstörung der Holzsubstanz nach sich zieht, so hat sie doch den Nachteil möglicher Messfehler. Beispielsweise kann über Elektroden nur punktuell gemessen werden, obwohl die Feuchte im Holz unregelmäßig verteilt ist.
Holzhärte
Eigenschaft von Holz. Die Härte des Holzes ist der Widerstand des Holzes gegen das Eindringen eines Prüfkörpers. Von der Härte hängt zum Beispiel ab, wie leicht ein Nagel in das Holz einschlagen werden kann. Sie steigt mit zunehmender Rohdichte und mit abnehmender Holzfeuchte. Im Allgemeinen wird zwischen Weichholz und Hartholz unterschieden.
Holzkitt
Dient dem Ausbessern von Rissen oder Löchern auf der Holzoberfläche. Holzkitt wird im passenden Farbton in die Vertiefung eingedrückt und eben gestrichen. Nach dem Trocknen kann die Oberfläche wunschgemäß weiterbehandelt werden (siehe auch Oberflächenbehandlung).
Holzschutz
Holzschutz umfasst alle Maßnahmen, die eine Wertminderung oder Zerstörung von Holz und Holzwerkstoffen verhüten und damit eine lange Gebrauchsdauer sicherstellen. Holzschutz erfolgt in der Regel vorbeugend durch baulich-konstruktive, physikalische oder chemische Maßnahmen.
Eine bauliche Maßnahme ist zum Beispiel die Sicherstellung der Trockenhaltung des Holzes, um Pilzbefall zu verhindern (= konstruktiver Holzschutz). Physikalische Methoden bieten neben dem vorrangig dekorativem Zweck einen Schutz gegen das Eindringen von Wasser in das Holz (z.B. Lacke). Holzveredelungsmittel wie Öle oder Wachse schützen die Holzoberfläche in erster Linie vor Flecken, Schmutz, Staub und Kratzern. Eine thermische Behandlung macht Holz wasserresistenter, jedoch weniger tragfähig.
Beim chemischen Holzschutz übernehmen Wirkstoffe in Holzschutzmitteln den Holzschutz.
Holzbestandteile
Grundbaustein des Holzes sind Zellen (bilden die Holzmasse) mit Zellwänden und Zellhohlräumen (Poren). Beim weiteren Aufbau lassen sich vier Gruppen unterscheiden: Elemente, molekulare Bestandteile, Holzinhaltsstoffe und weitere Bestandteile wie Äste, Makroröhren, Rindeneinwuchs und Harzgallen.
Die Elementarzusammensetzung ist für die verschiedenen Holzarten und unterschiedlichen Baumteile in etwa gleich: Die größten Anteile im Holz haben Kohlenstoff mit 50% und Sauerstoff mit 44%. Wasserstoff mit 6% und Stickstoff mit lediglich 0,05-0,25% machen den kleineren Anteil aus.
Molekulare Bestandteile sind Cellulose, Hemicellulosen und Lignin - Baustoffe der Zellwände. Hinzu kommen wechselnde Mengen an Holzinhaltsstoffen, etwa ätherische Öle, wasserlösliche Stoffe, Harze, Farb- und Gerbstoffe, mineralische Einlagerungen etc. In der Regel enthält das Splintholz weniger Inhaltsstoffe als das Kernholz. Die Inhaltsstoffe bestimmen Farbe, Geruch und pH-Wert der Hölzer sowie deren natürliche Resistenz gegen Pilze und Insekten.
Holztrocknung
Unterschieden wird zwischen der technischen- ("künstlichen") und der Freilufttrocknung. Die künstliche Trocknung erfolgt in Trockenkammern oder Durchlaufkanälen. Durch computergesteuerte Regelung können wesentlich kürzere Trocknungszeiten und niedrigere Endfeuchtigkeiten erreicht werden als bei der Freilufttrocknung. Oft erfolgen auch eine Vortrocknung im Freien und anschließend eine technische Endtrocknung.
Hygroskopizität
Unter Hygroskopizität bezeichnet man die Fähigkeit bestimmter Stoffe, Luftfeuchtigkeit aufzunehmen. Aus der Hygroskopizität leitet sich die Eigenschaft des Holzes als ein hygroskopischer Werkstoff ab, der Feuchtigkeit aufnehmen, aber auch wieder abgeben kann.