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Darrprobe

Genaues, aber langwieriges Verfahren zur Messung der Holzfeuchte, bei dem ein Probestück des entsprechenden Holzes gewogen wird. In einem elektrisch beheizten Trockenofen wird das Probestück anschließend mehrere Stunden bei ca. 100°C getrocknet und anschließend wieder gewogen (Trockengewicht = Darrgewicht). Bei der prozentualen Berechnung der Holzfeuchte wird der Wassergehalt der Probestücke auf ihr Darrgewicht bezogen.

[Holzfeuchte in % = Nassgewicht in g - Darrgewicht in g ÷Darrgewicht in g × 100]

Dielenboden

Unter Diele verstand man früher ein massives Bodenbrett, ein Dielenfußboden war dementsprechend ein Bretterfußboden, bestehend aus 2,4 bis 3 cm starken und ca. 20 cm breiten Brettern mit einer Länge von über 4 m. Heute sagt der Name "Diele" bzw. "Dielenboden" mehr über die Gestaltung der Oberfläche aus.

Schotten & Hansen fertigt Dielen in Größenordnungen von bis zu 38 cm Breite und 5 m Länge. Die Nachteile der massiven Dielenböden von früher, wie Fugenbildung aufgrund der Schwindbewegungen des Holzes, werden dabei durch die Mehrfachschichttechnik (Dreischicht-Massivholzdiele) aufgehoben.

Dimensionsänderung/Dimensionsstabilität

Da Holz ständig bestrebt ist, seine Feuchtigkeit an das Umgebungsklima (Temperatur und relative Luftfeuchte) anzupassen, nimmt es entweder Feuchtigkeit aus der Luft auf oder gibt Feuchtigkeit ab. Diese Anpassung ist mit Dimensionsänderungen verbunden: Das Holz quillt (Zunahme in der Abmessung) oder schwindet (Abnahme in der Abmessung). Als Kenngröße eignet sich die differenzielle Quellung "q", die angibt, um wie viel Prozent sich die Abmessung des Holzes bei einer Änderung der Holzfeuchte um 1% ändert. Der Fachausdruck "Dimensionsstabilität" bezeichnet in diesem Zusammenhang keine konkret messbare Größe, sondern das Ergebnis 1. holzartenunabhängiger Einflüsse (konstruktive Ausbildung, Einschnittart, Oberflächenbehandlung etc.) und 2. holzartenabhängiger Einflüsse. Zu den holzartenabhängigen Einflüssen gehören das oben beschriebene Quell- und Schwindmaß und die damit zusammenhängenden Unterschiede zwischen den einzelnen Schnittebenen des Holzes (Quer zur Faser quillt und schwindet Holz stärker als längs zur Faser).

Douglasie

Immergrüner Nadelbaum mit regelmäßig aufgebauter, kegelförmiger Krone. Die Douglasie wird bis 50 m hoch, im Ursprungsgebiet (pazifisches Küstengebiet Nordamerikas) bis annähernd 100 m. Das Holz der Douglasie besitzt ein durch das helle Frühholz scharf begrenztes und durch die dunklen Spätholzzonen bestimmtes, engstreifiges Strukturbild. Bäume mit Jahrringbreiten von 1 mm und entsprechend schmalen Spätholzzonen ergiben ein helles, als Yellow Fir bezeichnetes Kernholz; das gröbere, dunklere Holz wird als Red Fir bezeichnet. Die Kernholzfärbung dunkelt im Licht noch deutlich nach. Douglasienholz ist weich, grobfaserig, sehr zäh und dauerhaft.

Dreischicht-Massivholzdiele

Die Schotten & Hansen-Diele besteht aus drei Massivholzschichten, die mittlere von ihnen quer verlaufend. Weil die Fasern der Mittellage in Querrichtung zu den äußeren Schichten liegen, werden die Kräfte des arbeitenden Holzes ausgeglichen. Ein Verziehen ist praktisch nicht mehr möglich. Durch den mehrschichtigen Aufbau heben sich somit die speziellen Eigenschaften von Massivholz, wie Quellen und Schwinden bei Änderung der Luftfeuchte, weitgehend auf. In der Praxis bedeutet dies eine wesentlich geringere Fugenbildung. Insgesamt erscheint das Holz wie eine "echte" Massivholzdiele, es verändert sich nur weniger stark.

Dreischicht-Massivholzdiele
 

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